ELANDANTILOPE
Taurotragus oryx

Eland Elandabdruck



Aus dem Buch Jagen in Namibia von Kai-Uwe Denker.      ISBN: 99916-30-40-6

Schulterhöhe:

160 - 180cm

Gewicht:

m 600 - 900 kg (möglicherweise bis zu 1 t), w 500 - 600 kg

Lebenserwartung:

25 Jahre

Nahrung:

Laubäser, auch am Boden wachsende Schlingpflanzen, (dadurch entsteht mitunter der Eindruck, als würden sie grasen)

Brunft:

Januar - Februar

Tragzeit:

9 Monate

Anzahl der Jungen:

1

Weltrekordtrophäe:

112,3 cm, Sambia

Rowland Ward Min.:

89 cm

ALLGEMEIN


Die Elenantilope ist die größte und schwerste Antilope. Alte Bullen sind ungemein massig und wirken deshalb etwas plump und wenig elegant.
Erstaunlicherweise sind Elands jedoch ausgezeichnete "Springer", die Farmzäune von mehr als zwei Meter Höhe überspringen.
Elands kommen in Namibia vor allem in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen, etwa ab Otjiwarongo vor. Sie sind sehr unstet und außerdem scheu. Dazu kommt, daß sie meist in dichtestem Buschland leben, so daß es nicht einfach ist, einen guten Bullen zur Strecke zu bringen.
Elands leben in mehr oder weniger großen Rudeln, die meist aus weiblichen Elands und Jungtieren bestehen. Die alten Bullen ziehen meist in Junggesellenverbänden und stehen nur in der Paarungszeit beim Rudel.
Die schweren, ausgewachsenen Elandbullen verursachen beim Ziehen ein weithin hörbares, klickendes Geräusch. Dieses Geräusch entsteht vermutlich durch das Zusammenschnellen der beiden Hufteile - die sich beim Auftreten unter dem Gewicht des Tieres weit spreizen - wenn der Bulle den Lauf wieder anhebt. Elands gehen nur selten in Galopp über, sondern flüchten in einem schnellfördernden Trab. Allerdings sind die schweren Bullen nicht ausdauernd. In früheren Zeiten, als vielfach mit dem Pferd gejagt wurde, wurden Elandbullen von den Jägern mühelos zu Stande gehetzt.

BEJAGUNG


In Namibia werden Elands meist bei Vollmond durch Ansitz am Wasser bejagt. Die Bullen kommen in Gebieten, in denen sie bejagt werden, erst bei völliger Dunkelheit und häufig sehr spät zur Tränke. Auch sind sie beim Anwechseln sehr vorsichtig.
Windrichtung und das Vermeiden jeglicher Geräusche sind äußerst wichtig. Allerdings kann man die Elandbullen beim Anwechseln durch das klickende Geräusch schon von weitem hören und sich rechtzeitig einrichten.
Sehr viel schwieriger und deshalb reizvoller ist das Ausfährten eines Elandbullen. Dabei nimmt man frühmorgens eine entsprechend große Bullenfährte auf und folgt ihr. Dabei ist es erfolgversprechend, wenn die Spur so frisch ist, daß man die Elands noch beim Äsen am Vormittag einholen kann. Elands sind beim Äsen recht laut, außerdem kann man sie durch das Klickgeräusch rechtzeitig gewahren.
Haben sich die Elandbullen am späten Vormittag bereits eingestellt oder niedergelegt, wird die Angelegenheit relativ aussichtslos wenn der Busch (was bei der Elandjagd selten vorkommt) nicht sehr licht ist. Unweigerlich stolpert man in die ruhenden Elands, obwohl man mitunter an der Fährte erkennen kann, daß die Elands Schatten suchen und sich bald einstellen werden.
Auf jeden Fall ist lautloses Gehen und häufiges Stehenbleiben und Lauschen äußerst wichtig. Bei dem dichten Busch in den besten Elandgebieten Namibias ist diese Jagd extrem schwierig; den stärksten Bullen aus einem Junggesellenverband gezielt herauszuholen oft nahezu unmöglich.
Die beste Jagdzeit für das Ausfährten ist am Ende der Regenzeit oder früh im Winter, wenn noch nicht soviel trockenes Laub auf dem Boden liegt. Allerdings sind die Elands gerade um diese Jahreszeit häufig unstet und es empfiehlt sich, ein wirklich gutes Elandgebiet zu wählen.
Die Ansitzjagd am Wasser ist besonders dann erfolgversprechend, wenn die meisten Wasserstellen ausgetrocknet sind und die Elands besser auszurechnen sind, das heißt spät im Jahr.
Man sollte bedenken, das die Elenantilope zwar nicht besonders schußhart, aber extrem massig ist. Hinzu kommt bei der Pirschjagd im Dickbusch, daß man selten freies Schußfeld hat. Ein schweres Kaliber von 9,3 oder mehr ist ratsam.

ANSPRECHEN


Der Bulle ist erheblich größer und massiger als die Kuh. Kühe wirken dagegen etwas unproportioniert und das Gehörn ist meist etwas ungleichmäßig. Alte Bullen haben eine große, an der Kehle beginnende und bis zum Brustbein gehende, tief herabhängende Kehlwamme. Die Kehlwamme ist bei den Kühen viel schwächer entwickelt und nur in der Mitte unter dem Träger zu erkennen. Alte Bullen sind - vor allem in der vorderen Hälfte - blaugrau gefärbt und haben auf der Stirn eine deutlich erkennbare borstige "Mähne". Bei Kühen und jungen Bullen fehlt die "Stirnmähne" und sie sind fahlgelb oder bräunlich gefärbt. Bei einigen Exemplaren aller Altersgruppen kann man im Schulterbereich eine leichte, weißliche Streifung erkennen.

TROPHÄE


Elandtrophäen wirken vor allem dann, wenn sie besonders massig sind. Die Spitzen sollten nach vorne und außen gedreht und die Hörner etwas nach hinten durchgebogen sein.
Stark abgenutzte, ungleichmäßig lange Hörner uralter Bullen sind besonders eindrucksvoll. 75 cm mittel, 80 cm stark, 85 cm kapital.




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