| ALLGEMEIN |
Paviane kommen in Namibia überall dort vor, wo es Felsen und
Gebirgszüge gibt. Sie sind auf den Farmen meist nicht gern gesehen, weil sie erheblichen Schaden
anrichten können.
Paviane leben in mehr oder weniger großen Horden mit einem, bei großen Trupps mehreren, dominanten
Männchen, jungen Männchen, Weibchen und Jungtieren. Sie sind Allesfresser.
Immer wieder fällt das ausgezeichnete Sehvermögen der Paviane auf. Bei Gefahr stoßen sie laute bellende
Rufe aus. Durch diese Rufe werden auch andere Wildarten gewarnt, so daß die Anwesenheit von Pavianen
die Jagd häufig sehr erschwert.
Die großen männlichen Paviane haben ein gewaltiges Gebiß und sind Raubtieren gegenüber sehr wehrhaft.
Die Nächte verbringen Pavianhorden auf großen Felsen oder an steilen Wänden.
Paviane sollen, Berichten zufolge, auch Menschen gegenüber angriffslustig sein. Dies halte ich für
Jägerlatein. Obwohl eine Horde manchmal mit drohendem Brüllen näherrückt, ziehen sie sich sofort zurück,
wenn man ihnen entschlossen gegenübertritt. Angeschossene große Männchen greifen selbst auf kürzeste
Entfernung nicht an. Hunden gegenüber sind Paviane jedoch sehr gefährlich und auch die größten Hunde
werden bei Kämpfen mit Pavianen schwer verletzt und sogar getötet.
Halbzahme oder ans Gefüttertwerden gewöhnte Paviane werden, im Gegensatz zu wilden Pavianen, jedoch
auch Menschen gegenüber dreist und gefährlich.
Die Jungen klammern sich zunächst unter dem Bauch der Muttertiere fest, werden später dann auf dem
Rücken "reitend" getragen. Eine Pavianhorde bei der Futtersuche zu beobachten, ist immer sehr interessant.
Paviane sind zu vielfältigen, murmelnden, schreienden, kreischenden und brüllenden Stimmäußerungen fähig.
Alte Männchen haben eine tiefe, machtvolle Stimme.
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| ANSPRECHEN |
Den alten männlichen Pavian erkennt man sofort an der deutlich
überlegenen Größe den
weiblichen und jungen Tieren gegenüber.
Der tiefe Brustkorb und die schlanke Taille fallen auf. Demgegenüber erscheint die Bauchlinie der
Weibchen allgemein runder, die jungen Männchen sind schlaksiger.
Auch das Gesicht des großen Männchens ist charakteristisch; der Kopf ist grob, der Nasenrücken ist
unbehaart und glänzend und die stark ausgeprägte Kaumuskulatur fällt auf. An der Stimme läßt sich
das dominante Männchen eines Rudels gut erkennen. Es hat den lautesten Warnruf und die tiefste Stimme.
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