WÜSTENLUCHS
Felis caracal

Wüstenluchs Wüstenluchs



Aus dem Buch Jagen in Namibia von Kai-Uwe Denker.      ISBN: 99916-30-40-6

Schulterhöhe:

45 cm

Gewicht:

15 - 18 kg

Lebenserwartung:

12 Jahre

Nahrung:

Vögel, kleine Säugetiere, Antilopenjunge

Paarungszeit:

Ganzjährlich

Tragzeit:

2 Monate

Anzahl der Jungen:

2 - 4

Weltrekordtrophäe:

19,68 cm (Schädelmaß), Äthiopien

Rowland Ward Min.:

19,05 cm

ALLGEMEIN


Der Wüstenluchs ist eine wunderschöne, wohlproportionierte, mittelgroße Raubkatze. Er ist sehr schnell und verfügt über große Sprungkraft.
Wüstenluchse sind hervorragend angepaßte Vogeljäger. Ihnen fallen Perlhühner, Frankoline, Trappen, Flughühner und Tauben zum Opfer. Berichten zufolge werden diese zum Teil im Sprung aus der Luft geholt. Außerdem ernährt er sich von kleineren Raubtieren (Mangusten), Nagetieren und Kleinantilopen, sowie Antilopenjungen. In Schaffarmgebieten richtet er teilweise erheblichen Schaden an.
Wüstenluchse sind Einzelgänger. In der Ranzzeit trifft man mitunter Paare an. Auch jagt die Katze mit ihren Jungtieren. Wegen der nachtaktiven Lebensweise bekommt man den Karakal selten zu Gesicht, obwohl er im gesamten Land recht häufig ist.

BEJAGUNG


Karakale werden in Namibia recht häufig erlegt. Die meisten Exemplare kommen bei zufälligen Begegnungen auf der Pirsch zur Strecke.
In der Nähe von Wasserstellen, die von vielen Perlhühnern und Frankolinen aufgesucht werden, sowie an Flughuhntränken, kann man häufig Karakale in der Morgen- bzw. Abenddämmerung beobachten.
An bedeckten Tagen (und diese sind in Namibia äußerst selten), sowie an windigen Tagen kann man häufiger Luchse am hellen Tage beobachten. Die Wintermonate Juni, Juli, August sind zur Bejagung von Raubwild günstig, da viele nachtaktive Raubtiere dann am Vormittag oder Nachmittag in der Sonne zu beobachten sind. Auch kommt in diesen Monaten Raubwild häufiger bei Tageslicht zur Tränke als an warmen Tagen.
Trifft man bei der Pirsch auf einen Karakal, der im Gras verschwindet, sollte man schnell und laut daraufzupirschen oder sogar rennen, um ihm zum Abspringen zu veranlassen. Dabei ergibt sich die Möglichkeit zu einem flüchtigen Schuß. Abwarten bringt in solchen Situationen meist keinen Erfolg, da sich die Raubkatze kaum ein zweites Mal sehen läßt. Luchse können recht aggressiv werden.

ANSPRECHEN


Der Kater ist erheblich größer und schwerer als die Katze und hat einen starken Träger und einen groben Kopf. Bei sehr alten Luchsen wird die wunderschöne schwarz-weiße Gesichtsfärbung grau und diese Tiere bekommen dann ein wildes, "griesgrämiges" Gesicht. Bei unerwartetem Zusammentreffen kommt es vor, daß man den Luchs im ersten Moment für ein Steinböckchen hält.

TROPHÄE


Vollpräparate großer Raubtiere sind nicht jedermanns Geschmack, doch hat der Wüstenluchs gerade noch die Größe, die ein Vollpräparat nicht zu aufdringlich wirken läßt. Die Decke an sich ist relativ eintönig.




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