STREIFENGNU
Connochaetes taurinus

Streifengnu Streifengnuabdruck



Aus dem Buch Jagen in Namibia von Kai-Uwe Denker.      ISBN: 99916-30-40-6

Schulterhöhe:

130 - 140 cm

Gewicht:

m 200 - 270 kg, w 160 - 200 kg

Lebenserwartung:

18 Jahre

Nahrung:

Grasäser

Tragzeit:

8 Monate

Anzahl der Jungen:

1

Weltrekordtrophäe:

86,0 cm, Transvaal, Südafrika

Rowland Ward Min.:

72,5cm

ALLGEMEIN


Streifengnus sind sehr gesellig und leben teilweise in riesigen Herden. Alte Bullen sind häufig territoriale Einzelgänger. Diese finster wirkenden alten Gesellen stellen ein reizvolles Jagdwild dar, ihre merkwürdig geschwungenen Gehörne sind selbst in der unglaublichen Vielfalt der Gehörnformen der Antilopen etwas Ungewöhnliches.
Früher waren Streifengnus in Namibia weitverbreitet, sind jedoch heute im Farmgebiet größtenteils verschwunden, da sie als Überträger von Viehkrankheiten gnadenlos verfolgt wurden.
In Gebieten mit hoher Wilddichte werden jahreszeitlich bedingte Wanderungen unternommen. Gnus gesellen sich häufig zu anderen Wildarten, vor allem zu Steppenzebras.
Bei Gefahr ein Warnschnauben.

BEJAGUNG


Es empfiehlt sich, auf einen territorialen Einzelgänger zu jagen. Diese haben bevorzugte Einstände im Schatten kleiner Busch- oder Baumgruppen und suchen immer wieder dieselben Kalkpfannen oder Vleis auf. Streifengnus sind sehr neugierig. Es lohnt sich deshalb, reglos zu verhalten, wenn der Gnubulle auf den sich heranpirschenden Jäger aufmerksam geworden ist. Häufig wird der Bulle dann "der Sache auf den Grund gehen" und so Gelegenheit zu einem Schuß bieten.
Gnus sind recht massig und schußhart. Durch die vorn stark überbaute Körperform neigt der Jäger dazu, zu hoch anzuhalten. Halbspitze Schüsse bieten sich an, hierbei wirkt das Ziel - der massige Schulterträgerbereich - optisch weniger irreführend, zu hohe und zu weit vorn plazierte Schüsse unterbleiben eher.

ANSPRECHEN


Das Unterscheiden der Geschlechter ist wegen der ähnlichen Körper- und Gehörnformen nicht einfach. Der Pinsel des Bullen ist nicht sehr deutlich zu erkennen, dient jedoch immerhin als Erkennungsmerkmal. Der Bulle ist etwas massiger gebaut. An der Gehörnform kann man einen starken Bullen jedoch erkennen: während die Kühe keinen "tiefen Schwung" im Gehörn haben, die Hörner also eher waagerecht vom Kopf abstehen, sind die Hörner des alten Bullen zunächst nach unten und dann in gutem Schwung nach oben gezogen. Bei einem kapitalen Bullen sollte der Schwung des Gehörns so tief sein, daß die Spitzen der Ohren des sichernden Bullen in den Gehörnschwung hineinragen, während sie bei weniger starken Trophäen darunter bleiben.
Bei jüngeren Tieren wirkt das Gehörn von der Stirnebene eher nach oben gehend, denn seitlich ausladend.

TROPHÄE


Alte Bullen, deren Gehörn stark abgenutzt ist, wirken - da das Gnugehörn ohnehin eher urig als imposant ist - viel besser als kapitale Trophäen jüngerer Tiere.
Wer die eine oder andere Trophäe als Schulterpräparat aufhängen möchte, hat in dem Gnu ein Tier, das sich hierzu anbietet. Das Tier ist so anders und grotesk, ein guter Präparator kann dem Präparat viel Ausdruck verleihen und das Gehörn ist eher eine Abrundung der Gesamterscheinung, als daß es allein viel Wirkung erzielt. 55 cm mittel, 65 cm stark, 70 cm kapital




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